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Chronik

Der Halstenbeker Schützenverein v. 1886 e.V. ist aus dem am 8. Dezember 1886 gegründeten „Schützenverein für Egenbüttel und Umgebung“ hervorgegangen. Die Gründer waren : Franz und Joachim Hatje aus Egenbüttel, Matthias Ostermann aus Halstenbek und Frans Osterland aus Rellingen. Diese vier Männer besaßen damals eine Scheibenbüchse. Weil ein vorschriftsmäßiger Schießstand noch fehlte, wurde einfach eine mit einer Scheibe beklebte Holztafel gegen einen Erdhaufen gestellt und als Ziel benutzt. Diese Art des Schießens wurde bald populär und begeisterte auch andere. In der Gründungsversammlung des Vereins wurde Gemeindevorsteher Joachim Rechter aus Egenbüttel zum 1. Vorsitzenden und Lehrer Lempfert aus Halstenbek zum Schriftführer ernannt.

Das erste kurze Protokoll trägt als Datum 4. Februar des Jahres 1887. Wenige Jahre nach der Vereinsgründung wurde in unmittelbarer Nähe des Egenbütteler Gehölzes eine 175 m lange Schießanlage gebaut, die aus einer 25 qm großen, mit Pappe benagelten Holzbude und einem Schießstand bestand. Geschossen wurde aus Sicherheitsgründen aus 3 Meter langen Holztrichtern.

Seitenwälle waren nicht vorhanden, man begnügte sich vielmehr mit der Anlage von Hecken. Der Königliche Kirchspielvogt, Herr von der Schulenburg, besichtigte den erbauten Schießstand am 23. Juni 1891 und erteilte daraufhin die amtliche Schießerlaubnis. Das damalige Vereinslokal befand sich in einem Backsteinbau in Egenbüttel, Dorfstraße 13. Als im Jahre 1902  Bernhard Pein die „Waldschänke“ eröffnete, wurde diese zum künftigen Vereinslokal bestimmt. Alljährlich fand dort ein Königsball statt, der für die damaligen dörflichen Verhältnisse ein größeres Erlebnis bedeutete.

Eines Tages im Jahre 1907 kam der damals einzige Gandarm der näheren und weiteren Umgebung zu Pferde in Egenbüttel angeritten und beanstandete den Schießstand mangels ausreichender Sicherheit. Sicherheit war der Grund für den Beschluss zum Bau einer neuen Anlage. Die neue Schießanlage im Egenbütteler Gehölz bot nunmehr Raum für 6 Scheiben an Stelle der bisherigen drei, hinzu kam eine Jagdscheibe (laufender Keiler). Erst am 22. Februar 1908 wurde der Schützenverein eingetragen.

Im Jahre 1911 fand die Feier des 25jährigen Vereinsjubiläum statt, das mit der Weihe der ersten Vereinsfahne verbunden war. Während des 1. Weltkrieges ruhte die Vereinstätigkeit.  Am 6. Februar 1914 wird in Pinneberg der Kreisverband begründet. Die Wiederaufnahme des Schießbetriebes erfolgte erst 1919. Matthias Ostermann war 15 Jahre lang verdienter 1.Vorsitzender des Vereins.

Nachdem das Egenbütteler Vereinslokal „Waldschänke“ viermal den Besitzer gewechselt hatte, wurde am 30. August 1922 beschlossen, ein geeignetes Vereinslokal in Halstenbek zu suchen. Man hatte dabei auch Erfolg und so konnte die nächste Hauptversammlung am 11. Februar 1923 bereits beim neuen Vereinswirt Thomas Petersen stattfinden. Der Schießstand verblieb jedoch zunächst in Egenbüttel. In Halstenbek überließ die damalige Firma H.H. Pein dem Schützenverein den zur Anlage eines Schießstandes erforderlichen Platz auf der Uhlenwisch in der Nähe des Bahnhofs, wo dann Friedrich Kuhlmann einen neuzeitlichen Stand errichtete. Zur Selbstfinanzierung wurden an die Mitglieder Anteilsscheine ausgegeben, von denen jedes Jahr ein Teil zur Rückzahlung ausgelost wurde. Anstatt der bisherigen 6 Scheiben standen fortan 10 Scheiben zur Verfügung. Die Zahl der Vereinsmitglieder stieg von 64 im Jahre 1922 auf rund 100 bis zum Jahre 1924. Die Würde eines Schützenkönigs errangen von 1887 bis 1939 insgesamt 49 Schützenbrüder. Das am  18. Und 19. Juli 1926 gefeierte Schützen- und Volksfest aus Anlass seines 40jährigen Bestehens war für den Verein ein schöner Erfolg. Von den 1924 errichteten 10 Großkalieberständen wurden 1928 drei durch sechs 50-m-Kleinkalieberstände ersetzt.

Am 1. Juli 1933 wurde eine sogenannte Schützengesellschaft ins Leben gerufen, um einem größeren Kreis die Möglichkeit zu geben, sich auch am Schießsport zu beteiligen. Die damaligen Krisenjahre führten zu einer beträchtlichen Schrumpfung des Mitgliederbestandes. Anfang 1936 hatte der Verein noch 54 Mitglieder. Drei Jahre später waren es nur noch 36 aktive und passive Schützenbrüder.

Trotzdem hatte das Jubiläumsschützenfest des Jahres 1936, das am 5. und 6. Juli gefeiert wurde zu einem großen Volksfest der Gemeinde Halstenbek gestaltet werden. Das 50jährige Bestehen des Halstenbeker Schützenvereins wurde in einem weiteren Rahmen erstmalig in Verbindung mit dem Kindergrün der Halstenbeker Schule gewürdigt. Ein Feuerwerk bot zum Schluss der Veranstaltung ein imposantes Bild: „Halstenbeker Schützenverein 1886 – 1936“ mit der Zahl „50“ inmitten einer Tanne. Im Jahr 1936, d.h. zum 50-sten Vereinsjubiläum, wurde Karl-Heinz Bornholdt zum Schützenkönig proklamiert.

Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges musste die Vereinstätigkeit erneut eingestellt werden, allein der Schießstand wurde von den politischen Formationen weitergenutzt. Mit dem Einzug der Besatzungstruppen war das Schicksal des Vereins besiegelt. Der Schießstand wurde nach und nach abgebrochen und wanderte als Brennmaterial in die Öfen, bis alles verschwunden war. Heinrich Böttger hatte als letzter König die Schützenkette in Verwahrung genommen. Eine Epoche des traditionellen Halstenbeker Schützenvereins war damit beendet.

Dank der Initiative des Schützenbruders Max Ostermann wurde am 10.Oktober 1960 in Anwesenheit von 52 Versammelten der Beschluss gefasst, die Vereinstätigkeit im Lokal „Zur Lindenschänke“ bei K.-H. Bornholdt wieder aufzunehmen und bereits am 16. Januar 1961 konnte der Vorstand mit Beirat gewählt werden.  1. Vorsitzender wurde Paul Bünger. Es war fürwahr ein guter Start mit rund 60 Mitgliedern! Den Höhepunkt des Jahres bildete ein am 9. und 10. September veranstaltetes Schützen und Volksfest aus Anlass des 75jährigen Bestehens des Halstenbeker Schützenvereins. Die Feier wurde mit der Weihe der neuen Vereinsfahne eingeleitet. 20 Fahnenabordnungen der Gilden und Vereine aus dem Bezirk 7  waren nach Halstenbek gekommen um auf dem Spritzenplatz vor dem Feuerwehrgerätehaus der feierlichen Weihe beizuwohnen. Jubiläumskönig wurde Erwin Brandt. Am 17. Februar 1963 wurde der Schießbetrieb aus räumlichen Gründen von der „Lindenschänke“ in das neue Vereinslokal Karl Jürgensen verlegt – heute ATTIKA -, wo 10 Stände für Luftgewehr und -pistole aufgebaut werden konnten.

Dem seit 1963 gewählten 1. Vorsitzenden Hans Gahde ist es zu verdanken, dass die ab 1965 eingeweihte neue Sportanlage der Halstenbeker Schützen auf eigenem Grund steht. Die Nachfrage war so groß, dass zu den 10 Luftgewehr und KK-Ständen Ende der 60ziger Jahre ein Anbau mit 10 Ständen für Kurzwaffenschützen erfolgte.  Im Jahre 1995 erfolgte ein weiterer Umbau des Vereinsheims. Von nun an war Platz für ca. 100 Besucher anstelle der bis dato vorhandenen 35 Plätze. Im Jahr 1986 feierte der Verein sein 100 jähriges Bestehen. Klaus Jordan konnte in diesem Jahr die Schützenkönigswürde erringen. Von 1973 bis 1990 stand Günter Cordes als 1. bzw. 2. Vorsitzender dem Verein vor. Ab 1990 übernahm  Karsten Sohrt den Vorsitz des Halstenbeker SV. Für seine 25jährige Vorstandsarbeit, die im März 2012 endete, wurde er von der Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Diese Anerkennung wurde auch Hans Gahde und Günter Cordes  zuteil. Der schwärzeste Tag in der Vereinsgeschichte des Halstenbeker Schützenverein war das Großfeuer am Sonnabend, den 05. Februar 2005, das den Schießstand und das Vereinsheim komplett zerstörte. Mehr als 120 Kräfte und 21 Löschfahrzeuge aus Halstenbek, Rellingen, Schenefeld und  Pinneberg mussten anrücken um die Flammen zu bekämpfen. Glück im Unglück:  Die historischen Fahnen schmückten am Sonnabendabend den Attika-Saal während des Königsballs. Sie waren bereits vor dem Großbrand  dorthin gebracht worden. Nach dem Totalverlust der Vereinsanlagen erführ der  Verein eine Welle der Solidarität. Der Pinneberger  Bürger und Schützenverein von 1873 e.V. bot spontan die Nutzung seiner Schießsportanlagen an.  Elf Tage nach dem verheerenden Großfeuer kehrte am Halstenbeker Schützenplatz wieder Leben ein. Ein Containerdorf bildete übergangsweise die Anlaufstelle. In den provisorischen Räumen wurde eine Geschäftsstelle und ein Versammlungsraum eingerichtet. Die Grundsteinlegung für den 1,5 Mio. Euro teuren Neubau erfolgte am 24.  August 2006. Mit einem Großen Zapfenstreich auf dem Sportplatz Feldstraße wurde die neue Vereinsfahne zum Beginn des Schützen- und Volksfestes am 31. August 2006, als Ersatz für die beim Brand des Schützenhauses stark beschädigte aktuelle Fahne, geweiht.  Die Einweihung des neuen Schützenhauses mit Standweihe fand am 4. September 2008 statt. Auf  jeweils 14 Luftgewehr sowie 50 m KK-Ständen kann mit Langwaffen, Vorderlader, großkalibrigen Waffen, Kurzwaffen sowie Bogen und Armbrust geschossen werden. Im Jahr 2011 feierte der Halstenbeker Schützenverein vom 2. bis 5. September sein 125jähriges Bestehen. Jubiläumskönig wurde der Vereinsvize Günter Steffen, 1. Ritter Barbara Petersen, 2. Ritter Astrid Peters.  Seit März 2012 ist Günter Steffen 1.Vorsitzender.

 

 

 

Öffnungszeiten | Schiessbetrieb

Montag 19.00 bis 21.30 Uhr  |  Mittwoch 19.00 bis 21.30 Uhr  |  Sonntag 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr

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